Wappen des Mühlen- und Heimatvereins Düdenbüttel-Grefenmoor

Mühlen war schon in der Antike ein zentraler Ort der Versorgung. Je nach Antriebsart (Muskelkraft, Wind- oder Wasserkraft) lagen die Gebäude an den dafür geeignetsten Stellen.

So waren die Standorte für Windmühlen immer so gewählt, dass sie leicht den Wind einfangen konnten, um so das Korn zu mahlen. Dementsprechend waren die Müller zentrale Figuren der regionalen Brotversorgung.

Einen leibhaftigen Müller können wir Ihnen nicht mehr bieten, jedoch ein historisches Ambiente, das in die Landschaft und zu ihren Menschen passt.

Haben Sie schon mal uns beim Mühlentag (immer Pfingsmontag) gesehen? Nein?
Dann können Sie das hier.

 

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Vom Mehl zum Brot


Backen, wie zu Großmutters Zeiten. Wer kennt das noch?
Wir vom Mühlen- und Heimatverein Düdenbüttel-Grefenmoor backen in unserem Steinbackofen immer noch wie anno dazumal!

Im Unterschied zu "früher" stellen wir den Teig nicht selbst her. Die "Backlinge" (Butterkuchen, Brot, Brezeln und Schinken-Laugenstangen) beziehen wir von der Konditorei/Bäckerei Carsten Richter aus Himmelpforten.

Bevor mit dem Backen begonnen werden kann, muss der Ofen erst einmal seine „Grundwärme“ erhalten, da der Ofen circa ein Vierteljahr kalt gestanden hat. Das Vorheizen geschieht zwei Tage vor dem eigentlichen Fest.
Zum Heizen nehmen wir ausschließlich Buche und Birke, und das Holz ist mindestens zwei Jahre „abgelagert“.
Traditionell beginnt unser Mühlenjahr mit dem Mühlenfest am Pfingstmontag, dieser ist zudem in jedem Jahr auch der „Deutsche Mühlentag“. Zwei weitere Veranstaltungen runden unsere öffentlichen Veranstaltungen ab: Das Sommerfest und das Erntedankfest.
Am Sonnabend vor Pfingsten wird der Ofen einmal aufgeheizt. Um für den Verkauf am Pfingstmontag genügend Brote vorrätig zu haben, backen unsere Bäcker bereits am Pfingstsonntag in zwei Gängen Brot vor. Am Pfingstmontag wird der Ofen um vier Uhr in der Früh geheizt. Mit dem Backen kann erst ab acht Uhr begonnen werden. Erst dann ist die Backtemperatur erreicht worden. Diese beträgt dann circa 300 bis 330 Grad.

Zunächst muss die Glut aus dem Ofen entfernt werden, und danach wird der Ofen mittels eines an einem Stiel befestigten nassen Sack herunter gekühlt. Die Temperatur soll circa 200 Grad Oberhitze und mindestens 160 bis 180 Grad Unterhitze betragen.

Bevor mit dem Backgang begonnen werden kann, wird die Temperatur gemessen.
Jetzt kann mit dem Backen begonnen werden. Als erstes wird das Schwarzbrot eingeschoben. Die Backdauer beträgt in etwa eineinhalb Stunden.

Mit dem Schieber wird das Brot dem Ofen entnommen und jetzt können die Brezeln eingebracht werden.

Die Brezeln sind so nach ca. 5 - 10 Minuten fertig.

Anschließend werden die Butterkuchenbleche eingeschoben. Der Butterkuchen benötigt, bis er ausgebacken ist, etwa 20 bis 30 Minuten und wird dann dem Ofen entnommen.
Ein Backgang beträgt in etwa drei Stunden (Befüllen und Entleeren des Ofens). Danach muss neu geheizt werden. Jetzt muss nicht mehr so lange gewartet werden, bis die erforderliche Backhitze erreicht ist, da der Ofen immer noch über genügend Wärme verfügt. Nach ungefähr zwei Stunden kann mit dem nächsten Backgang begonnen werden.
So sehen Rosinenstuten-Backlinge vor dem Backen aus.

Hier sind die fertigen Rosinenstuten zu sehen.


Backwaren zum Verzehr und Verkauf angerichtet.
Frisch aus dem Steinofen.

 

Guten Appetit !