Wappen des Mühlen- und Heimatvereins Düdenbüttel-Grefenmoor

Mühlen war schon in der Antike ein zentraler Ort der Versorgung. Je nach Antriebsart (Muskelkraft, Wind- oder Wasserkraft) lagen die Gebäude an den dafür geeignetsten Stellen.

So waren die Standorte für Windmühlen immer so gewählt, dass sie leicht den Wind einfangen konnten, um so das Korn zu mahlen. Dementsprechend waren die Müller zentrale Figuren der regionalen Brotversorgung.

Einen leibhaftigen Müller können wir Ihnen nicht mehr bieten, jedoch ein historisches Ambiente, das in die Landschaft und zu ihren Menschen passt.

Haben Sie schon mal uns beim Mühlentag (immer Pfingsmontag) gesehen? Nein?
Dann können Sie das hier.

 

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Vom Korn zum Mehl

Das Korn wurde durch den „Rump“, einen hölzernen Trichter, eingeschüttet. In ihm war ein Rüttelschuh angebracht, sodass immer gleichmäßig viel Getreide in den Mahlgang fiel. Dieser Schuh schlug gegen einige vorstehende Zapfen, die dann das Klappern der Mühle hervorriefen.

Im Mahlgang waren die großen Mühlsteine gerifft, um ein schnelleres und feineres Zermahlen des Getreides zu ermöglichen.

Da die Mühlsteine durch das Mahlen abstumpften, mussten sie oft neu geschärft werden, wobei man die alten Kerben mit einem doppelschneidigen Beil, „dat Steenbill“, von neuem ausschlug.

 

Den oberen, beweglichen Stein, nannte man „Looper“ (Läufer), den darunter befindlichen, der unbeweglich war, „Liggerstein“ (soviel wie: „liegender Stein“).

Damit durch die Zentrifugalkraft des Loopers nun das Korn zwischen den beiden Steinen nicht seitlich abfließen konnte, wurde es durch die Kupe (Kufe), gehemmt. Das war ein runder Holzmantel, der den Looper und den oberen Rand des Liggers umschloss und nach unten durch das sogenannte „Ringholt“ abdichtete.

In dem Ringholt befand sich ein Loch, die „Schlucke“, durch die das fertige Mehl nun durch viereckige hölzerne Kanäle, die „Piepen“, in die bereitgehaltenen Säcke floss.

 

Wie das Brot entsteht oder: Vom Mehl zum Brot