Wappen des Mühlen- und Heimatvereins Düdenbüttel-Grefenmoor

Mühlen war schon in der Antike ein zentraler Ort der Versorgung. Je nach Antriebsart (Muskelkraft, Wind- oder Wasserkraft) lagen die Gebäude an den dafür geeignetsten Stellen.

So waren die Standorte für Windmühlen immer so gewählt, dass sie leicht den Wind einfangen konnten, um so das Korn zu mahlen. Dementsprechend waren die Müller zentrale Figuren der regionalen Brotversorgung.

Einen leibhaftigen Müller können wir Ihnen nicht mehr bieten, jedoch ein historisches Ambiente, das in die Landschaft und zu ihren Menschen passt.

Haben Sie schon mal uns beim Mühlentag (immer Pfingsmontag) gesehen? Nein?
Dann können Sie das hier.

 

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Wer zuerst kommt, mahlt zuerst

Unsere Gesellschaft funktioniert nach klaren Regeln. Eine von ihnen lautet: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Oder heißt es, „malt“ zuerst? Eine schwierige Frage.

Wer glaubt, dass sich die folgende Redensart mit der Benutzung von Farben oder Buntstiften beschäftigt, liegt falsch: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ widmet sich keinesfalls etwaigen Zeichenkünsten, vielmehr geht es dabei um das Mahlen von Korn. Der Ausspruch findet sich erstmals in dem sogenannten Sachsenspiegel wieder. Hierbei handelt es sich um ein Rechtsbuch aus dem 13. Jahrhundert.

Im Mittelalter brachte jeder Bauer oder Landbesitzer, der seine Felder abgeerntet hatte, das Getreide zur Mühle, damit es dort gemahlen werden konnte. Je nachdem, wie groß dabei der Andrang war, musste man sich auf etwas Wartezeit einstellen. Kam nun zum Beispiel ein Fürst oder sonst ein Adliger mit seinem Getreide an die Mühle, dann galten für diesen die gleichen Rechte wie für die armen Bauern. Diese konnten auf den Sachsenspiegel verweisen, in dem stand, dass derjenige zuerst sein Korn mahlen durfte, der zuerst an der Mühle angekommen war.

Der Mühlengruß

Glück zu (auch: Glückzu, als Ausruf: "Glück zu!") ist die traditionelle Grußformel der Müller. Sie wurde auch von Molinologen und Mühlenbauern übernommen, wobei letztere alternativ auch den Gruß "Rad Glück!" pflegen.

Der Gruß geht auf die Wandertätigkeit der zünftigen Müllerhandwerker zurück, als die angehenden Gesellen das Glück von Mühle zu Mühle tragen sollten. An einer neuen Mühle ankommend begrüßten die wandernden Lehrlinge den ansässigen Müllermeister oder seinen höchsten Gesellen mit den traditionellen Worten "Glück zu!" und ersuchten um Arbeit. Der Glückwunsch (im ursprünglichen Sinne des Wortes) soll Müller und Mühle vor Unwettern, Missernten, Bränden und anderen Schadens- und Unglücksfällen bewahren, die im Mühlenwesen verbreitet waren und die leicht einen Mühlenbetrieb ruinieren konnten.

Der Gruß wurde auch zum Abschied verwendet, insbesondere wenn der Müllerbursche seine Wanderschaft fortsetzte und zur nächsten Mühle weiterzog.

Die Molinologie (von lateinisch molīna = Mühle und griechisch λόγος = Kunde, Lehre, deutsch Mühlenkunde, -lehre oder -wesen) ist das Fachgebiet, das sich mit Bau und Betrieb, Geschichte und Kultur von Mühlen sowie dem Müllereihandwerk befasst. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Denkmalpflege von historischen Muskelkraft-, Wasser- und Windmühlen.

Der Begriff Molinologie wurde 1965 beim ersten Symposium der Internationalen Molinologischen Gesellschaft, dem weltweiten Dachverband der Mühlenkunde, geprägt.
Zur Förderung des öffentlichen Interesses und zur Information setzen sich die molinologischen Vereine und Verbände für die Einrichtung von Mühlenmuseen, der Ausweisung von Ferienstraßen, Rad- und Wanderwegen zum Thema Mühlen ein und richten öffentliche Mühlentage, wie den Deutschen Mühlentag sowie Fachtagungen für Mühlenfreunde und Mühlenbauer aus.

Logo der Internationalen Molinologischen Gesellschaft, weltweiter Dachverband der Mühlenkunde.

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Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%BCckzu